Fructoseintoleranz


Ttäglich 5 Portionen Obst und Gemüse, so lautet die generelle Empfehlung. Doch was ist wenn Sie nach dem Verzehr dieser gesunden Nahrungsmittel unter einem Blähbauch, Durchfall oder Bauchschmerzen leiden? Möglicherweise sind Sie von einer Fructoseintoleranz betroffen. Spontane Tagesmüdigkeit und unerklärliche Kopfschmerzen können, neben den Verdauungsbeschwerden, Hinweise auf die Unverträglichkeit sein. Die Fructoseintoleranz kann, wie auch die Histaminintoleranz, als Chamäleon unter den Nahrungsmittelunverträglichkeiten bezeichnet werden, da sie oft unentdeckt bleibt. Ich habe mich als Heilpraktiker auf Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Nahrungsmittelintoleranzen) und chronische Darmerkrankungen spezialisiert.

Welche Symptome treten bei Fructoseintoleranz auf?

Die für eine Fructoseintoleranz charakteristischen Symptome treten zwischen 30 Minuten und bis zu 24 Stunden nach dem Essen auf. Das erschwert die Diagnose für Ärzte und Heilparktiker, denn die folgenden Symptome sind Stunden später, nach der ursächlichen Nahrungsaufnahme, nicht mehr so leicht damit in Verbindung zu bringen. Häufig berichten Betroffene mit einer Fructoseunverträglichkeit von folgenden Symptomen:

  • Blähbauch, Druck und Krämpfe, meist im Unterbauch
  • Völlegefühl
  • Darmgeräusche, Rumoren
  • Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Breiiger Stuhl oder Durchfall
  • Verstopfung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Reflux
  • Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Stimmungsschwankungen

Langfristig betrachtet, kann es bei einer Fructoseintoleranz ebenso wie bei einer Laktoseintoleranz zu Nährstoffdefiziten kommen. Insbesondere niedrige Eisenwerte und ein Mangel an Zink oder Folsäure können auftreten. Ihr Heilpraktiker kann entsprechende Werte durch ein Labor bestimmen lassen.

Fruchtzucker kommt in fast allen Gemüse-, Obst- und Getreidesorten vor
Fruchtzucker kommt in fast allen Gemüse-, Obst- und Getreidesorten vor

In welchen Lebensmitteln steckt Fructose?

Fruchtzucker kommt in fast allen Gemüse-, Obst- und Getreidesorten vor. Äpfel sind sehr fructosereich, Beerenobst enthält nur wenig Fruchtzucker. Fructose ist als Bestandteile des weißen Haushaltszuckers, in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. So enthalten Süßigkeiten, Eis und Limonade auch Fructose, obwohl kein Obst enthalten ist. Fructose-Glucose-Sirup (HFCS) wird sehr häufig in der Industrie eingesetzt, da es billig ist und eine hohe süße liefert. Sollten Sie also unter einer Fructoseunveträglichkeit leiden, ist es notwendig, sich darüber im Klaren zu sein und eine entsprechende Diagnose zu erhalten. Ein Meiden von Fructose ist dann notwendig.

Wie kann eine Fructoseintoleranz diagnostiziert werden?

Wie bei der Laktoseintoleranz wird auch bei einer erworbenen Fructoseintoleranz die Diagnose durch einen Arzt oder Heilpraktiker über einen Wasserstoffatemtest (H2-Atemtest) gestellt. Die Patienten trinken eine Fructoselösung und in regelmäßigen Zeitabständen werden die Gase in der Atemluft gemessen.

Wie kann eine Fructoseintoleranz behandelt werden?

Der wichtigste Schritt für eine Behandlung ist zunächst die Feststellung der Fructoseunverträglichkeit. Ist der Atemgastest positiv, stellt sich die Behandlung wie folgt dar:

Bei der intestinalen Fructoseintoleranz reicht eine fructosreduzierte Ernährung meist aus. Diese lässt sich mit einer gezielten Ernährungsstrategie gut umsetzen und leicht erlernen. Ihr Heilpraktiker ist Ihnen gerne dabei behilflich. Bei der angeborenen Fructoseintoleranz muss Fructose jedoch komplett gemieden werden und die Ernährungsweise gestaltet sich etwas komplizierter.

Die persönliche Toleranzschwelle für Fructose zu ermitteln, ist ein wichtiger Punkt. Denn wenn nur eine Unverträglichkeit gegen Fructose vorliegt, muss nicht gleich auf jedes Nahrungsmittel mit Fruchtzucker verzichtet werden. Bei einer therapeutisch begleiteten Auslassdiät kann man gute Rückschlüsse für diese Toleranzschwelle gewinnen.

Bauchschmerzen – Fructoseintoleranz
Bauchschmerzen müssen nicht zwangsläufig von einer Fructoseintoleranz kommen

Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden

Eine Laktoseintoleranz kann Symptomen der Fructoseintoleranz ähneln. Durch den H2-Atemtest kann diese jedoch ausgeschlossen werden. Nahrungsmittelallergien, Reizdarm, SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung) und bakterielle Dysbiosen können auch Bauchschmerzen , Übelkeit und Durchfall verursachen und sollten deshalb durch Ihren Heilpraktiker ausgeschlossen werden.

Fructoseintoleranz – erworben oder vererbt?

Menschen mit Fructoseintoleranz (Unverträglichkeit gegenüber dem Fruchtzucker Fructose) können den Fruchtzucker nicht über die Dünndarmschleimhaut aufnehmen. Geschätzt leiden bis zu 30% der Deutschen darunter. Es gibt zwei verschiedene Typen der Fructoseintoleranz. Die vererbte Fructoseintoleranz, die man schon von Geburt an haben kann, oder die…

...erworbene Fructoseintoleranz

Meist ist die Fructosemalabsorption gemeint, wenn man von Fructoseintoleranz spricht. Diese Form entsteht im Laufe des Lebens Betroffener. Die Toleranzgrenze für Fructose ist hierbei individuell sehr verschieden. Die Fructose wird von der Dünndarmschleimhaut nicht komplett aufgenommen, weil das Transportprotein GLUT 5 seine Funktion nicht erfüllt. Die Fructosemalabsorption kann besonders oft bei diesen Darmerkrankungen entstehen:

Was ist Fructose eigentlich genau?

Fructose wird auch Fruchtzucker genannt und ist ein Einfachzucker. Der Haushaltszucker, den viele von uns in der Küche verwenden, besteht zu ca. 50% aus Fructose und 50% Glucose (auch ein Einfachzucker). Fructose ist in Früchten, Gemüse, Getreideprodukten und Honig enthalten. Ihr Heilpraktiker nennt Ihnen gerne weitere entsprechende Lebensmittel. Die meiste Fructose nehmen wir allerdings über den Verzehr von Lebensmitteln auf, die mit normalem Zucker gesüßt wurden (da dieser 50% Fructose enthält).

Unser Organismus kann zwar die Glucose problemlos verarbeiten, muss jedoch Fructose während der Verdauung aufspalten. Bei einer Fructoseintoleranz gelangt der Fruchtzucker unaufgespalten in den Dickdarm und die dort ansässigen Darmbakterien verstoffwechseln die Fructose unter Bildung von Gasen und Fettsäuren. In der Folge leiden Betroffene unter Blähungen, Druckgefühl und Durchfall.

Häufige Fragen zur Fructoseintoleranz

Was kann ich bei Fructoseintoleranz essen?

Lebensmittel mit geringem Fructosegehalt sind: Kopfsalat, Feldsalat, Champignons, Chicorée, Broccoli, Blumenkohl, Chinakohl, Grünkohl, Spargel, Gurken, Spinat, Erbsen, Pilze, Rettiche, Radieschen, Weißkohl, Kartoffel, Knollensellerie, grünes Blattgemüse, Salat, Avocado, Nüsse, Samen, Fisch, Fleisch, Eier, Quark, Joghurt, Milch, Käse, Butter, Pflanzliche Öle. Es gibt auch Obst, das vergleichsweise weniger Fructose enthält als anderes Obst, bitte achten Sie jedoch auf Ihre individuelle Toleranzgrenze: Beeren, Bananen, Zitrone, Papaya, Pfirsich, Aprikose und Honigmelone.

Ist Fructoseintoleranz heilbar?

Wenn eine genetische Ursache besteht, ist die Fructoseintoleranz nicht heilbar. Wenn die Fructoseintoleranz Folge von Schäden oder Entzündungen an der Darmschleimhaut ist, besteht die Möglichkeit auf Besserung der Symptome oder dem Ausbleiben der Beschwerden, wenn eine fructosearme Diät eingehalten wird. Ihr Heilpraktiker ist Ihnen gerne dabei behilflich.

Welche Symptome bei Fructoseintoleanz?

Die Symptome sind in erster Linie die Verdauung betreffend, können jedoch auch außerhalb des Verdauungstraktes auftreten: Blähbauch, Druck und Krämpfe- meist im Unterbauch, Völlegefühl, Darmgeräusche, Rumoren, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Breiiger Stuhl oder Durchfall, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen, Reflux, Müdigkeit, Schwindel, Stimmungsschwankungen. Diese Beschwerden sollten bei unklarer Ursache durch Ihren Heilpraktiker abgeklärt werden.

Was kann ich als Heilpraktiker der Praxis Gesund in Berlin bei Fructoseintoleranz für Sie tun?

Janan Mahmod - Heilpraktiker in Berlin

Mit einer Fructoseintoleranz lässt es sich mit einer angepassten Ernährung gut leben. Bei der Anamnese besprechen wir gemeinsam Ihre Beschwerden und führen bei Bedarf einen H2-Atemtest durch. Eventuell sind bei Verdacht auf einen Nährstoffmangel weitere Laboranalysen erforderlich.

Ein individuelles Ernährungskonzept oder eine Auslassdiät können zielführend sein. Zusätzlich arbeite ich bei Bedarf auch mit einer Darmsanierung sowie dem gezielten Einsatz von Infusionen oder Nahrungsergänzungsmitteln.

Haben Sie Fragen zur Fructoseintoleranz oder sind Sie unsicher, ob Ihre Beschwerden darauf zurückzuführen sind?

Sehr gerne bin ich als Heilpraktiker für Sie da und berate und unterstütze Sie in allen Fragen zum Thema Fructoseintoleranz. Nutzen sie einfach das Kontaktformular auf dieser Seite oder buchen Sie direkt einen Termin. Ich freue mich auf Ihren Besuch oder Ihre Nachricht!
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