Colitis ulcerosa


Die Colitis ulcerosa ist, wie Morbus Crohn, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung[1]. Als Heilpraktiker habe ich mich auf chronische Darmerkrankungen spezialisiert. Die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind Autoimmunerkrankungen, was bedeutet, dass das Immunsystem fehlgeleitet den eigenen Körper angreift. Bei Colitis ulcerosa greift der eigene Körper die Darmschleimhaut an, es kommt zu Entzündungen und die Darmschleimhaut ist deutlich dünner als bei Gesunden.

Die Colitis ulcerosa befällt den Dickdarm (Colon). Dort bilden sich Entzündungen und Geschwüre (Ulcera), die als Hauptsymptom blutig-schleimigen Durchfall hervorrufen. Die Blutungen können auch nicht sichtbar im Stuhl vorhanden sein, jedoch im Labor nachgewiesen werden. Ich habe mich als Heilpraktiker in Berlin auf chronische Darmerkrankungen, Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert.

Symptome einer Colitis Ulcerosa

Wie bei Morbus Crohn verläuft auch die Colitis Ulcerosa in Schüben, es gibt also beschwerdefreie Phasen. Diese Phasen eignen sich gut um an der Regeneration des Körpers und der Darmschleimhaut zu arbeiten. Betroffene leiden unter den starken Bauchschmerzen, die vor allem im linksseitigen Unterbauch auftreten. Typisch während eines Schubes sind ständiger Stuhldrang und blutig-schleimige Durchfälle. Der Stuhldrang tritt auch nachts auf und führt dann zu Schlafdefiziten[2].

Patienten beschreiben außerdem das Gefühl nicht vollständiger Entleerung. Die Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel lässt ebenfalls an eine Colitis Ulcerosa denken. Lebensmittelunverträglichkeiten sollten erkannt und vermieden werden, da sie die Schleimhaut zusätzlich belasten und reizen können. Viele Heilpraktiker bieten hierfür verschiedene Tests an. Ich verwende schulmedizinisch anerkannte IgE-Bluttests und IgG-Tests. Dabei können bis zu 270 Nahrungsmittel auf einmal geprüft werden.

Bei der Colitis ulcerosa beschränkt sich die Entzündung auf den Dickdarm
Bei der Colitis ulcerosa beschränkt sich die Entzündung auf den Dickdarm

Colitis vs. Crohn: Wichtige Unterschiede

Da es sich um unterschiedliche Erkrankungen handelt, die teils ähnliche Symptome aufweisen, ist es eine Behandlungsvoraussetzung für den Heilpraktiker, zu unterscheiden welche Erkrankung vorliegt. Bei den meisten Patienten, die in meine Praxis kommen, liegt die Diagnose jedoch bereits schon vor.

Der wichtigste Unterschied: Bei einer Colitis ulcerosa beschränkt sich die Entzündung auf den Dickdarm (Colon), wohingegen bei Morbus Crohn der gesamte Darm[3] befallen sein kann. Die Entzündungen beginnen meist am unteren Ende des Dickdarms und setzen sich dann nach oben fort (vom Ausgang bis zum Eingang des Colons)[4]. Der Mastdarm ist am häufigsten befallen.

Die Entzündungen bei Colitis ulcerosa beschränken sich auf die oberste Schleimhautschicht der Darmschleimhaut, wohingegen die Entzündungen bei Morbus Crohn auch die tieferen Schichten des Darms erfassen. Extratestinale Erscheinungen wie Fisteln (Gänge im Gewebe), Gelenkschmerzen oder Augenentzündungen liegen bei Morbus Crohn weitaus häufiger[5] vor.

Welche Ursachen hat eine Colitis ulcerosa?

Die genauen Ursachen der Entstehung einer Colitis ulcerosa sind weitestgehend unbekannt. Erwiesen ist, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, deren Ausbruch durch verschiedene Faktoren begünstigt werden kann. Dazu gehören die erbliche Veranlagung und nach Ansicht der Naturheilkunde auch stille chronische Entzündungen, wie sie durch dauerhafte Stimulation des Immunsystems mit Allergenen, Toxinen oder Schwermetallbelastungen auftreten. Mittlerweile weiß fast jeder Arzt, Heilpraktiker oder Patient, dass die Darmflora eine entscheidende Rolle spielt. Ist sie nicht ausreichend entwickelt, oder wird sie durch andere Faktoren wie einer Dysbiose massiv geschwächt, kann das nach Erkenntnissen der Naturheilkunde Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen Vorschub leisten.

Nach den Erkenntnissen der Alternativmedizin zählen auch die Belastung mit Umweltgiften, ungünstige Ernährung und damit einhergehende Nährstoffdefizite , eine Darmdysbiose sowie eine erhöhte Entzündungsneigung und das Leaky-Gut-Syndrom dazu.

Colitis ulcerosa – Schaubild
Colitis ulcerosa – Schaubild

Mögliche Komplikationen und weitere Beschwerden bei Colitis ulcerosa

Betroffene, die unter Colitis ulcerosa leiden, können Fieber, Schwäche und Hauterscheinungen wie Ausschläge oder Rötungen erfahren[6]. Eine gefährliche und gefürchtete Komplikation ist das toxische Megakolon, dabei handelt es sich um eine extreme Aufblähung des Dickdarms mit der Gefahr eines Darmdurchbruchs, in dessen Folge es zu einer Blutvergiftung kommen kann. Durch blutige Durchfälle kann es zu starken Blutverlusten und damit einhergehend, oft zu einer Eisenmangelanämie kommen. Aufgrund der chronischen Entzündung im Darm wird eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung auf Darmkrebs empfohlen.

Wer ist vor allem von Colitis ulcerosa betroffen?

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn haben in den letzten 60 Jahren stark zugenommen, was unter anderem auf eine steigende Umweltbelastung zurückgeführt werden kann. In Europa sind mehr als 3 Millionen Menschen von Colitis ulcerosa betroffen, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind.

Schulmedizinische Behandlungsmöglichkeiten

In der Schulmedizin gilt die Colitis ulcerosa als nicht heilbar. So werden in akuten Krankheitsschüben die Symptome vor allem mit Medikamenten behandelt, die die Entzündung lindern sollen. Dazu gehören Kortison oder auch der Wirkstoff 5-ASA. In schweren Fällen oder bei Komplikationen muss der betroffene Darmabschnitt operativ entfernt werden.


Quellen

[1]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2695363/

[2]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459282

[3]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK261307/

[4]] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2695363/

[5]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459282/

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459282/

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3587728/


Häufige Fragen zu Colitis ulcerosa

Welche Symptome treten bei Colitis ulcerosa auf?

  • Leitsymptom der Colitis ulcerosa sind blutige Durchfälle
  • Bauchschmerzen, vor allem im linksseitigen Unterbauch
  • Ständiger Stuhldrang
  • Schubweiser Verlauf mit beschwerdefreien Phasen

Ist Colits ulcerosa heilbar?

Das ist bis heute noch nicht möglich. Ein aktuelles Thema in der Forschung ist ein Präparat mit Phosphatdylcholin, welches auf eine effektive Unterstützung zur Behandlung hoffen lässt. Da die Ernährung, Infektionen sowie ein gestörtes Immunsystem als wichtige Faktoren beim Ausbruch der Erkrankung gelten, sehe ich einen Ansatz darin, über diese Faktoren Einfluss auf die Erkrankung auszuüben.

Welche Medikamente bei Colitis ulcerosa?

Medikamente mit dem Wirkstoff „Mesalazin“ können als Zäpfchen, Einlauf, Schäume oder Tabletten bei aktiver Colitis ulcerosa eingenommen werden. Bei einer Unverträglichkeit gegen das Medikament kann auch das Bakterium Escherichia coli Stamm Nissle 1917 zur Erhaltungstherapie eingenommen werden (bei leichten Fällen). Auch Kortison zur Unterdrückung des Immunsystems kann, wie auch TNF-alpha-Inhibitoren, unter Umständen Verwendung in der medikamentösen Therapie zur Unterdrückung des Immunsystems finden. [1]

Wie können Entzündungen im Darm reduziert werden?

In der Naturheilkunde sind verschieden Ansätze bekannt. Einzelheiten besprechen wir in einem persönlichen Gespräch.

Was kann ich in meiner Praxis Gesund in Berlin für Sie tun?

Janan Mahmod - Heilpraktiker in Berlin

Der ständige Stuhldrang, die Schmerzen und die Durchfälle sind große Belastungen, unter denen Betroffene leiden. Neben einem ausführlichen Erstgespräch und einer körperlichen Untersuchung erhebe ich, falls erforderlich, weitere Laborwerte durch Testungen von Blut, Stuhl, Urin und Speichel, dabei kläre ich auch mögliche Nährstoffdefizite ab. Im Rahmen der Labordiagnostik sollen Allergien und Unverträglichkeiten sowie der Verlauf von Entzündungswerten und Nährstoffspiegeln erfolgen. So kann ich Ihre Beschwerden ganzheitlich erfassen und mich auf die Suche nach den Ursachen machen.

Mein Ziel ist es, die Ursachen zu behandeln, Ihre Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität deutlich zu steigern. Ich habe in meiner Naturheilpraxis Gesund in Berlin unter anderem mit einem antientzündliche Ernährungskonzept, dem gezielten Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln und der Infusionstherapie gute Erfahrungen machen dürfen. Wichtig ist mir vor allem, auf eine entzündungssenkende Wirkung aller Behandlungsmethoden hinzuarbeiten und die Darmschleimhaut in Ihrer Regeneration zu unterstützen.

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