Blähungen


Als Kinder haben wir über Blähungen gelacht und im Mittelalter gehörte es sogar mancherorts zum guten „Ton“ beim Essen aufzustoßen oder Darmwinde geräuschvoll herauszulassen. Heutzutage sind Blähungen eher weniger populär. Wenn gelegentlich normale Blähungen auftreten, sind diese vielleicht lästig oder peinlich, jedoch nicht bedrohlich. Doch wenn ein drückender, luftgefüllter und verkrampfter Darm mit gestörtem Windabgang ständig präsent ist, wird er zum lästigen Begleiter und kann Krankheiten im Verdauungstrakt verursachen.

Sehr häufig steckt ein Reizdarmsyndrom (RDS), von dem nach verschiedenen Quellen, 11-14 Millionen[1] Menschen in Deutschland betroffen sind, hinter häufigen Blähbeschwerden. Schmerzhafte Spannungen und Krämpfe im Bauch, Durchfall, Verstopfung oder ein ständig aufgetriebener Bauch, können auf ein RDS hinweisen. Ich habe mich als Heilpraktiker in Berlin auf Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmerkrankungen spezialisiert.

Auf welche Krankheiten können Blähungen hinweisen?

Es gibt neben chronisch entzündlichen Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, über die sich die Betroffenen meist schon bewusst sind, auch schwerer erkennbare Krankheiten des Verdauungstraktes.

So kann hinter ständigen Blähungen auch eine Darmdysbiose, Reizdarmsyndrom oder SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung) stehen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Nahrungsmittelintoleranzen) und ein Leaky-Gut-Syndrom können Blähungen verursachen. Diese Beschwerden sind Schwerpunkte, auf die ich mich als Heilpraktiker spezialisiert habe.

Was passiert mit Blähungen, die nicht aus dem Darm gelangen können?

Gase aus Magen und Dickdarm können meist gut durch Aufstoßen oder Blähungen entweichen. Wenn jedoch viele Gase im Dünndarm entstehen, kann das Luft-Ablassen ein Problem werden (Meteorismus).

Die Gase können aus anatomischen Gründen schwer vom Dünndarm hoch in den Magen oder abwärts in den Dickdarm geleitet werden. Wohin nun mit den Gasen? Da der Dünndarm ein Resorptionsorgan ist, kann er in dieser Situation die anfallenden Gase in den Blutkreislauf resorbieren. Das Blut transportiert die Bestandteile der Gase zur Lunge wo sie dann abgeatmet werden können.

Blähungen – Schaubild
Wie entstehen Blähungen? – Schaubild

Wie entstehen Blähungen?

Bei der Verdauung unserer Nahrung entstehen durch Vergärung bestimmte Gase, der größte Anteil davon im Dickdarm. Die im Darm ansässigen Bakterien produzieren während der Verdauung unter anderem Kohlendioxid, Methan und Schwefelwasserstoff. Welche Gase (und welcher Geruch) dabei entstehen, hängt von der Art der Nahrung und der Zusammensetzung der Darmflora ab.

Ursachen von Blähungen

Die vermehrte Gasansammlung im Bauch kann verschiedene Ursachen haben:

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz , Fructoseintoleranz oder auch Zöliakie können Blähungen, aber auch Bauchschmerzen und Durchfälle auslösen. Ihrem Heilpraktiker stehen heutzutage effektive Möglichkeiten zur Diagnostik von Nahrungsmittelintoleranzen NMI und Unverträglichkeiten zur Verfügung.

Veränderte Verdauungszeit/ Passagezeiten

Ist die Darm-passagezeit der Nahrung verlängert, können mehr Gase als normal entstehen. Das geschieht zum Beispiel durch Medikamente oder Alkohol, aber auch bei Stress, da dabei die Durchblutung der Magen- und Darmschleimhaut abnimmt und der Nahrungsbrei langsamer durch den Verdauungstrakt transportiert wird. In der Folge können ansässige Darmbakterien längere Gärungsprozesse verursachen und vermehrte Blähungen auslösen.

Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Ursachen für Blähungen. Der Darm kann schon auf den normalen Gasgehalt im Darm mit Bauchschmerzen reagieren. Zusätzlich treten auch häufig andere Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel auf. Beim Reizdarmsyndrom ist das Darm-Nervengeflecht leichter erregbar als bei Gesunden. Dadurch können alltägliche Dinge wie Stress oder Emotionen zu Verdauungsbeschwerden führen. Nicht selten werden Reizdarmpatienten deswegen Psychopharmaka verordnet. Das Reizdarmsyndrom ist ein Kernthema, auf das ich als Heilpraktiker spezialisiert bin.

Darmdysbiose/ bakterielle Fehlbesiedlung

Ist das Gleichgewicht der Darmflora gestört, können zu viele Gase freigesetzt werden. Besonders Proteobakterien, zu denen auch das Darmbakterium Escherichia coli gehört, bilden viele Gase. Außerdem werden bei einer Dysbiose Nahrungsbestandteile nicht mehr komplett zersetzt und können so zu Verdauungsbeschwerden führen.

Dünndarmfehlbesiedelung (SIBO)

Unser Dünndarm ist im Gegensatz zum Dickdarm mit nur wenigen Bakterien besiedelt. Es kann jedoch bei Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Zöliakie, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa dazu kommen, dass sich Dickdarmbakterien im Dünndarm ausbreiten. Das stört unter anderem die Fettverdauung und im Dünndarm entstehen vermehrt Gase. Da der Dünndarm aber nicht für Gasansammlungen ausgelegt ist und die Gase auch nicht über den After entweichen können, kann es zu Meteorismus und zu starken Bauchschmerzen mit dem Gefühl des Aufgetriebenseins, also einem Blähbauch, kommen.

Bakterien bei einer SIBO – Dünndarmfehlbesiedlung
Schaubild einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms – Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO)

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind vor allem durch Durchfälle und Bauchschmerzen gekennzeichnet, Patienten klagen zudem auch häufig über einen schmerzhaften Blähbauch, Krämpfe und Blähungen.

Medikamente

Einige Medikamente beeinflussen das zentrale Nervensystem des Körpers, wodurch auch das Bauch-Nervensystem beeinflusst wird. Insbesondere durch Opiate und Antibiotika kann es zu Verstopfung oder Durchfällen und Blähungen kommen. Blutzuckersenkende Medikamente oder entzündungshemmende Arzneimittel sind für Blähungen als Nebenwirkung bekannt.

Medikamente können Blähungen verursachen
Medikamente können Blähungen verursachen

Stress und psychische Belastungen

Stress kann zu verminderter Durchblutung der Magen- und Darmschleimhaut führen. Die Verdauungstätigkeit kann abnehmen und es können mehr Gase entstehen. Auch das hastige Essen, mit wenigem Kauen der Nahrung, führt zu einer längeren Verdauungszeit und vermehrten Gärprozessen.

Häufige Fragen zu Blähungen

Welche Hausmittel helfen gegen Blähungen?

Natürliche Mittel wie Tees, beispielsweise Fenchel, Anis, Kümmel, Ingwer oder Minze können bei Blähungen eingesetzt werden.
Heilerden können bei Blähungen eingesetzt werden.
Weitere Mittel sind: Moderate Bewegung, Bauchmassage, Wärmeflasche, Infrarotlicht („Rotlichtlampe“), Schwarzkümmelöl

Welche Lebensmittel verursachen Blähungen?

Lebensmittel, die sehr ballaststoffreich sind, können Blähungen verursachen. Auch sehr fette Speisen oder Milchprodukte kommen in Frage. Insbesondere bei Unverträglichkeiten gegen Nahrungsmittel oder deren Bestandteile, kann es zu Blähungsbeschwerden kommen. Beispiele: Zwiebeln, Knoblauch, Kohlgerichte, Hülsenfrüchte, Bohnen, fette Wurst, fetter Käse, Milchprodukte, Alkohol,

Warum habe ich ständig Blähungen?

  • Mögliche Ursachen sind oft in der Ernährung zu finden: Ballaststoffe, Fette, Eiweiße und Zucker können bei einem Überschreiten einer bestimmten Verzehrmenge, individuell und personenabhängig zu Beschwerden durch Blähungen führen.
  • Essverhalten: Wer hastig ist, viel Luft beim Essen schluckt, die Nahrung wenig kaut („schlingen“) und beim Essen viel trinkt, kann in der Folge unter Blähbeschwerden leiden.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien können Verdauungsbeschwerden wie Blähungen hervorrufen.
  • Bei ständigen Blähungen sollten zunächst Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgeschlossen werden, bestehen weiterhin ständig Blähungen sollten Erkrankungen wie das Reizdarm-Syndrom, SIBO/DDFB, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Darmdysbiose und Schilddrüsenerkrankungen, wie auch psychische Erkrankungen durch einen Heilpraktiker oder Arzt abgeklärt werden.

Wie entstehen Blähungen im Bauch?

Durch bakterielle Fermentation von Bestandteilen aus der Nahrung entstehen Gase im Verdauungstrakt, am häufigsten im Dickdarm. Dabei dehnen sich die Darmwände aus und der Druck im Darm steigt.

Wie kann ich als Heilpraktiker auf die Suche nach den Ursachen Ihrer Beschwerden gehen?

Janan Mahmod - Heilpraktiker in Berlin

Zunächst ist für mich als Heilpraktiker eine effektive Diagnostik sehr wichtig, da sie entscheidende Hinweise auf die Ursache liefert.

Für die körperliche Untersuchung verwende ich als Heilpraktiker in der Naturheilpraxis Gesund in Berlin osteopathische Techniken, wie die viszerale Untersuchung des Verdauungstraktes. Mögliche Tests auf SIBO, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Leaky-Gut-Syndrom, Nährstoffdefizite und erhöhte Entzündungswerte gehören zum Standard in meiner Praxis und werden bei Bedarf durchgeführt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen erarbeiten wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist.

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