Schilddrüsenunterfunktion


Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Stoffwechsel zu langsam läuft? Sind Sie ständig unangemessen müde und Sie nehmen zu, obwohl Sie kaum Appetit haben? Wenn Ihnen dazu noch ständig kalt ist und Sie fast jeden kleinen Infekt aufschnappen, können diese Anzeichen auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hindeuten.

Die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen in Deutschland steigt stetig. So haben mindestens 20 Millionen Deutsche eine leichte Struma (Drüsenschwellung). 100.000 Schilddrüsenoperationen werden pro Jahr in Deutschland durchgeführt.

Wann spricht man von einer Hypothyreose?

Eine Unterfunktion liegt vor, wenn die Schilddrüse aus unterschiedlichen Ursachen weniger Hormone als erforderlich produziert. Die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin T3 und Thyroxin T4 sind für fast alle Stoffwechselfunktionen des Organismus relevant und gelten als „Peitsche des Organismus“. Bei bestimmten Blutspiegeln von TSH, fT3 und fT4, kann von einer Hypothyreose gesprochen werden.

Die Schilddrüse produziert die Hormone T3 und T4
Die Schilddrüse produziert die Hormone T3 und T4

Welche Symptome kann eine Schilddrüsenunterfunktion zeigen?

Schilddrüsenhormone beeinflussen unseren Stoffwechsel, die Psyche, den Kreislauf und das Wachstum. Eine Unterfunktion lässt viele Prozesse langsamer ablaufen als normal. Tritt die Unterfunktion im Erwachsenenalter auf, entwickelt sie sich meist schleichend. Typische Beschwerden sind:

  • Extreme Müdigkeit und schnelle Erschöpfung
  • Depressive Verstimmung und Antriebslosigkeit
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme trotz Appetitlosigkeit
  • Stumpfe Haare, Haarausfall
  • Chronische Infektanfälligkeit
  • Heisere, tiefe Stimme
  • Konzentrationsstörungen und Gedächtnisschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Kälteempfindlichkeit, Frösteln
  • Muskelschwäche und Muskelschmerzen
  • Kühle, trockene Haut
  • Schwellungen in Gesicht und Augenpartien, Armen und Beinen
  • Brüchige Nägel
  • Frühzeitige Arteriosklerose aufgrund erhöhter Blutfette (LDL-Cholesterin)
  • Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
  • Unregelmäßige Periode bei Frauen
  • Unerfüllter Kinderwunsch

Gerade bei älteren Menschen machen sich meist nur einzelne Symptome wie Kälteempfindlichkeit sowie eine verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar. Diese Beschwerden können oft mit normalen, altersbedingten Veränderungen verwechselt werden.

Schilddrüsenunterfunktion Anzeichen
Wenn Ihnen oft kalt ist und Sie infektanfällig sind, können dies Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sein

Welche Aufgaben hat die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist der Dirigent des Stoffwechsels, wenn sie ausfällt oder erkrankt treten oft Störungen in diesem komplizierten Regelkreis auf. Sie ist ein schmetterlingsförmiges, walnussgroßes Organ aus zwei Lappen, das unterhalb des Kehlkopfes an der Luftröhre sitzt. Normalerweise lässt sie sich nur beim Schlucken tasten. Aus Aminosäuren und Jod produziert die Schilddrüse Thyroxin T4. Das zweite Schilddrüsenhormon Trijodthyronin T3 bildet der Körper selbst aus T4.

Wie funktioniert die Hormonproduktion der Schilddrüse?

Der hormonelle Regelkreis steuert über zwei Zentren im Gehirn die Produktion der Schilddrüsenhormone. Der im Zwischenhirn liegende Hypothalamus produziert das Thyreotropin-Releasing-Hormon TRH, die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) wiederum das Thyroidea-stimulierende-Hormon TSH. Sinkt der T3 und T4-Spiegel, steigt der TSH-Wert an, weil der Organismus darüber die Herstellung von T3 und T4 in der Schilddrüse anregen will.

Produktion der Schilddrüsenhormone
Der hormonelle Regelkreis steuert über zwei Zentren im Gehirn die Produktion der Schilddrüsenhormone

Welche Ursachen kann eine Schilddrüsenunterfunktion haben?

Eine Unterfunktion kann angeboren oder vererbt sein. Bei der angeborenen Hypothyreose zeigen sich die Symptome bereits beim Neugeborenen. Dazu gehören verminderte Aktivität und Bewegungsarmut, Trinkschwäche und eine verlängerte Neugeborenen-Gelbsucht (Ikterus). Weitaus deutlich häufiger ist jedoch die erworbene Form zu finden. Jodmangel, Schwermetallbelastungen, Umweltgifte mit hormonähnlichen Wirkweisen, eine Strahlentherapie oder zu hoch dosierte Schilddrüsenmedikamente (Thyreostatika) bei diagnostizierter Überfunktion sind mögliche Gründe, die zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen können.

Bei einer Hashimoto-Thyreoditis geht die Funktion des Schilddrüsengewebes verloren, es können nicht mehr ausreichend Hormone produziert werden. Ein Nährstoffdefizit, beispielsweise an Aminosäuren (Tyrosin), Vitaminen und diversen Mineralien kann zur Unterfunktion der Schilddrüse führen. Eine Störung des hormonellen Regelkreises im Hypothalamus oder in der Hypophyse sind andere mögliche Ursachen. Bei einigen Frauen kommt es nach der Geburt zu einer zeitweiligen Schilddrüsenunterfunktion, die in vielen Fällen ohne Folgen wieder ausheilt.

Wie diagnostiziert man eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Symptome geben mir als Therapeuten den ersten Hinweis. Schulmedizinisch kann danach die Bestimmung der Schilddrüsenhormone (TRH, TSH, freies T3, T4) erfolgen. Am Anfang steht dabei die Bestimmung des TSH. Liegt eine Unterfunktion des Schilddrüsengewebes vor, ist dieser Wert erhöht. Bei einer Störung des hormonellen Regelkreises im Hypothalamus oder in der Hypophyse ist der TSH zu niedrig. Ist die Ursache der Unterfunktion eine Hashimoto Thyreoiditis, lassen sich meist bestimmte Antikörper gegen Thyreoglobulin (Tg-AK) und Thyroxinperoxidase (TPO-AK) nachweisen.

Wie behandelt die Schulmedizin die Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schulmedizin behandelt eine Schilddrüsenunterfunktion mit der Gabe von künstlichem Schilddrüsenhormon in Tablettenform (L-Thyroxin). Bei richtiger Dosierung sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Diese individuell passende Dosierung zu finden kann sehr schwierig sein. Viele Patienten klagen selbst bei richtiger Dosierung und trotz guter Laborwerte weiterhin über Unwohlsein. Bei einem diagnostizierten Jodmangel kann eine zusätzliche Jodergänzung abgewogen werden. Diese sollte aber immer mit dem Behandler abgesprochen werden!

Häufige Fragen zur Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Welche Beschwerden treten bei Schilddrüsenunterfunktion auf?

Folgende Beschwerden können bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten: Extreme Müdigkeit und schnelle Erschöpfung, Depressive Verstimmung und Antriebslosigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme trotz Appetitlosigkeit, Stumpfe Haare, Haarausfall, Chronische Infektanfälligkeit, heisere, tiefe Stimme, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen.

Was ist eine latente Hypothyreose?

Bei der latenten Hypothyreose ist nur der TSH-Wert erhöht, die freien Hormone, t3 und t4, können dabei noch normal sein.

Was soll man essen bei einer Schilddrüsenunterfunktion?

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sollte auf die Aufnahme der empfohlelnen täglichen Menge von Jod geachtet werden (200 Mikrogramm).

Was kann ich in der Praxis Gesund in Berlin bei einer Schilddrüsenunterfunktion für Sie tun?

Janan Mahmod - Heilpraktiker in Berlin

Mein Ziel ist Ihre Beschwerdefreiheit. Um die Ursachen Ihrer Schilddrüsenerkrankung herauszufinden und nicht nur Symptome zu behandeln, ist eine ausführliche Anamnese mit einer körperlichen Untersuchung die Voraussetzung. Zusätzlich können weitere Blutuntersuchungen zur Bestimmung der Hormonwerte erforderlich sein. Auch eine Schwermetallbelastung, Umwelttoxine, Nährstoffdefizite oder Entzündungsherde können labordiagnostisch untersucht werden.

In meiner Praxis Gesund in Berlin arbeite ich mit unterschiedlichen Methoden der Naturheilkunde, aus diesen kann ich, individuell auf Sie abgestimmt, den passenden Therapieansatz wählen. Ich habe bei einer Schilddrüsenunterfunktion neben einer Mitochondrientherapie auch Vitamin-Mineral-Infusionen mit gutem Erfolg einsetzen können. Auch hier ist ein anti-entzündliches Ernährungskonzept in Kombination mit NEM ein sinnvoller Ansatz, um langfristig eine Versorgung mit gesunden Nährstoffen bereitzustellen.

Haben Sie noch Fragen zur Schilddrüsenunterfunktion oder möchten Sie einen Termin vereinbaren?

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